8. Treffen des Netzwerks

der bildungsmanagementaktiven Kommunen in Schleswig-Holstein

Art:

Ort:
Musiculum - Lern und Experimentierwerkstatt
Stephan-Heinzel-Straße 9
24103 Kiel
Datum:
Dienstag, 14. September 2021 - 10:00 bis 16:00
Was treibt die bildungsmanagementaktiven Kommunen in Schleswig-Holstein um? Am 14. September 2021 kamen sechs Kommunen zusammen, um sich über die Entwicklungen der zurückliegenden Monate auszutauschen. 
 
Die Ausgangslage zeigt sich bei den Teilnehmenden sehr heterogen: In einigen Kommunen sind die Stellen für Bildungsmanagement und -monitoring verstetigt, in anderen Kommunen laufen Förderungen zeitnah aus und es ist noch ungewiss, ob die Personalstellen aus kommunalen Mitteln fortgeführt werden. Wiederum andere Kommunen beschäftigen keine eigenen Bildungsmanager:innen, sondern bearbeiten Bildungsthemen mit Fokus auf die Zielgruppe der Neuzugewanderten. So vielfältig wie diese Ausgangslage, so vielfältig sind die Themen, mit denen sich die Kommunen aktuell auseinandersetzen: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Übergänge Kita-Grundschule bzw. Schule-Beruf-Studium, Digitalisierung, Medienkompetenz, die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung – um nur einige zu nennen. Außerdem spielen nach wie vor die Auswirkungen der Corona-Pandemie bei der Planung und Umsetzung von Bildungsangeboten eine große Rolle. 
 
Im Feld des Bildungsmonitorings befassen sich viele Kommunen zurzeit mit der Schulentwicklungsplanung und der Entwicklung von Datenkonzepten. Außerdem sehen sich Kommunen immer wieder mit der Herausforderung der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit bestimmter Daten konfrontiert. 
 
An diese Problemlage anknüpfend hat der Kreis Segeberg eine Methode entwickelt, mit der sich für Projekte der Kreisverwaltung eigene Daten erheben lassen. Diese hat den Vorteil, dass die kommunale Verwaltung in der Lage ist, die erhobenen Daten selbst zu strukturieren. Zudem besitzen die digital erhobenen und verarbeiteten Daten eine höhere Aktualität und lassen sich automatisiert und flexibel für die entsprechende Zielgruppe auswerten.
 
Außerdem stand auf dem Netzwerktreffen der Austausch zwischen Kommunen und Land im Mittelpunkt. Herr Kirschstein, Referent für Integration, MINT und außerschulische Partner am Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, empfahl den Kommunen, finanzielle, räumliche und personelle Ressourcen an zentralen, öffentlich zugänglichen „Bildungscampi“ zu bündeln. Darüber hinaus setzte er sich dafür ein, zugunsten der gemeinsamen Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen nicht in getrennten Zuständigkeiten von Kommune und Land zu denken, und zeigte sich offen für Impulse der Kommunen an das Land.
 
Die Landeshauptstadt Kiel arbeitet aktuell daran, ein stadtweites Netzwerk für digitale Bildung zu etablieren: Ergebnisse hierzu werden ggf. im Rahmen eines späteren interkommunalen Austauschs vorgestellt.
 
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein (LAG JBA), die in 2015, dem Jahr des Förderbeginns von JBA-Einrichtungen im Land, gegründet wurde, wird auch nach Auslaufen der Förderphase weitergeführt. Damit bietet dieses Gremium eine Plattform, auf der sich JBA-Mitarbeitende und ÜSB-Koordinator:innen vernetzen, zu fachlichen Themen austauschen und gemeinsame Lösungen finden können. 
 
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