Bedeutung von Change Management beim Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements

Fortbildung der Transferagentur Nord-Ost

Art:

Ort:
Bildungszentrum im Städtischen Krankenhaus
Hasseldieksdammer Weg 30
24116 Kiel
Datum:
Mittwoch, 2. März 2016 - 9:30 bis 17:00

Veränderungsprozesse sind nie einfach und von einer Vielzahl an Herausforderungen für die Beteiligten geprägt: Furcht vor Veränderungen, Verzögerungen, starre Strukturen, Notwendigkeit neuer Kommunikationswege – dies gilt auch für den Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements. Denn gerade hier gilt es, ausgetretene Pfade zu verlassen und von einer zum Teil jahrzehntelang eingeübten Verwaltungspraxis und -struktur abzuweichen. Die hierbei entstehenden Widerstände sind beachtlich und es besteht die Gefahr, dass entsprechende Bemühungen schon im Ansatz scheitern und in Abweisung oder dem Rückfall in alte Muster enden.

Vertreterinnen und Vertreter Schleswig-Holsteinischer Kommunen befassten sich daher mit Unterstützung von Referentin Melanie Sonneborn im Rahmen unserer ersten Fortbildung in Kiel mit dem Thema „Klar zur Wende – Die Bedeutung von Change Management beim Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements“.

Nach einer kurzen Umfrage zu den Erwartungen der Teilnehmenden in Bezug auf die Fortbildungsinhalte trugen die Teilnehmenden zusammen, mit welchen Veränderungsprozessen sie im Laufe ihres Lebens, im Beruf und aktuell bei der Einführung eines datengestützten kommunalen Bildungsmanagements in Berührung kommen. Auch im Verwaltungskontext können Veränderungsvorhaben emotional bedingte Reaktionen bei Beteiligten und Betroffenen auslösen, welche sich positiv oder negativ auf deren Umsetzung auswirken und dazu führen, dass manchmal auch bestens konzipierte Pläne und Strategien auf Ablehnung bei Kollegen und Vorgesetzten stoßen.

Gerade die Implementierung eines datenbasierten Bildungsmanagements verlangt von vielen Entscheidungsträgerinnen und -trägern in der kommunalen Selbstverwaltung eine grundsätzliche Veränderung ihrer Haltung – weg von dem vielfach vorherrschenden Denken in individuellen Zuständigkeiten und hin zu einem Denken in gemeinsamer Verantwortung. Dabei sind sechs „Veränderungstypen“ zu unterscheiden, für die wiederum verschiedene Kommunikationsansätze notwendig sind, um Widerstände konstruktiv zu überwinden und ergebnisorientiert weiter zusammenarbeiten zu können. Im aktiven Austausch der Teilnehmenden wurden die Besonderheiten in der Kommunikation mit diesen Veränderungstypen vorgestellt.

In der Folge wurden allgemeingültige Stadien eines Veränderungsprozesses analysiert - bei der Einführung eines kommunalen Bildungsmanagements beginnt dieser Prozess oft mit der Erkenntnis, dass eine fundierte Datengrundlage für bedarfsgerechte kommunale Planungsentscheidungen unerlässlich ist.  Übliche Schwierigkeiten bei Veränderungsprozessen wurden angesprochen; passende Kompensationsstrategien wurden in Kleingruppen erarbeitet, präsentiert und diskutiert. Dabei hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über die Erfahrungen aus ihren Kommunen auszutauschen und somit ihren fachlichen Fokus zu erweitern.

Die verschiedenen strategischen Ansätze wurden später noch vertieft und auf die kommunale Praxis heruntergebrochen. Melanie Sonneborn ging dabei konkret auf den Beratungsbedarf der Teilnehmenden ein – sie begleitete und unterstützte methodenflexibel die gemeinsame Lösungssuche für einen konkreten Problemfall. So hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich einerseits auf der theoretischen Ebene mit dem Veränderungsmanagement vertraut zu machen und andererseits herauszufinden, wie diese Kenntnisse beim Aufbau des datenbasierten Bildungsmanagements helfen, beispielsweise bei der Einbindung der relevanten Akteure sowie von internen und externen Kooperationspartnern.

Spätestens nach dieser erfolgreichen Arbeitsphase waren sich alle Beteiligten einig, konstruktive Anregungen und praktische Empfehlungen für ihre Arbeit in den Kommunen mitnehmen zu können. Die Abschlussrunde ergab durchweg positive Feedbacks.

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